• Unser Rebberg in Cimo

    Rebberg «Wir streben ein biologisches Gleichgewicht im Rebberg an.»

    «ur Runchétt» ist ein kleines, junges Weingut im Tessin – ein Liebhaberprojekt. Der Weinberg, das Rustico, der Garten, der Sitzplatz mit Blick auf den See,  in den Wald, auf kleine Ansiedlungen mit Tessiner Häusern rings um den See faszinieren zu jeder Jahreszeit, im Winter wie auch im Sommer.

     

    Rebberg Rebberg
    Rebberg Rebberg

    Im Rebberg entsteht, was im Weinkeller verarbeitet wird. Die Kunst – manchmal die Herausforderung – ist,  im Weinberg die richtigen Entscheidungen im richtigen Moment zu treffen. Es ist das Handwerk, im Keller das von der Natur gegebene möglichst schonend umzusetzen.

     

    Sorte Gamaret

    Rebberg «Die Gamaret-Traube: Ein ‹gfreuter› Anblick im Herbst 2015.»

    Unsere Nachbarn haben viele Merlot-Rebstöcke, was uns veranlasst hat etwas in Ergänzung dazu zu suchen. Die Bodenuntersuchung, Besprechungen mit dem Rebbaukommisär und viele Degustationen führten uns zur Rebsorte Gamaret. Dies in der Absicht eine Assemblage mit Merlot herzustellen. Die Forschungsanstalt Changins züchtete die Sorte 1970 als Kreuzung zwischen Gamay und der deutschen Weissweinsorte Reichensteiner. Anbaugebiete sind die Westschweiz (GE: 108ha, VS: 54 ha, VD: 81 ha, Dreiseen: 10 ha) und das Tessin mit 17 ha. Er reift zur gleichen Zeit wie der Blauburgunder, widersteht den Angriffen der Fäulnis insbesondere Botryts und kann im Rebberg warten bis zur vollen Reife. Die Sorte bringt sehr farbkräftige Weine mit präsenter Tanninstruktur und würzigen Aromen hervor und ist geeignet für den Verschnitt mit einheimischen Weinen.

     

    Sorte Americana Isabella

    Rebberg «So sieht die Americana Isabella aus.»

    Am. Isabella ist eine Hybridrebe aus Vitis Labrusca x Vitis vinifera. Den Namen erhielt die Rebsorte durch deren Züchter William Prince, welcher für die Züchtung Rebpflanzen von Frau Isabella Gibbs erhielt (ca. um 1810).  Als amerikanische Rebsorte hat sie die Fähigkeit der Reblaus und den meisten Pilzsorten zu widerstehen und kommt damit mit sehr wenig geringem Pflanzenschutz aus. Wir pflanzen diese Sorte, um mit unserem Nachbarn daraus Grappa zu destillieren; resp. in seinem Keller entsteht daraus als weiteres Produkt der bekömmlich Noccino.

     

    Was sonst noch im Rebberg wächst

    Rebberg «Der Weinbergpfirsich in Blüte.»

    Aus ökologischem Antrieb und im Wissen um die vielen Nutzen dieses Baumes haben wir zwei Stück davon gepflanzt. Der Weinbergpfirsich ist nur bedingt zum direkten Verzehr geeignet. Vielmehr eignet er sich als Ausgangsprodukt für Konfitüre, Kompott oder Likör.

     

    Rebberg «Die Weinbergtulpe als erster Frühlingsgruss.»

    Aus unserem Freundeskreis haben wir im Winter 2014/15 Zwiebeln der Weinbergtulpe erhalten. Als Wilde Tulpe fühlen sie sich offenbar wohl am Rande von Kulturen, im Übergang zum Wald und Hecken. Aber auch verschiedene Fruchtbäume umgeben die Rebanlage: Kaki und Kiwi, Feigen und Nüsse sowie Äpfel, Kirschen und Birnen.

     

    Geschichte und Chronologie des Rebbergs

    Seit ca. 50 Jahren war hier Grasland mit Ziegen zur Bewirtschaftung. Nach dem Kauf der Parzelle haben wir das Grasland einfach gemulcht und den Mulch mit EM gespritzt (siehe Hintergrund).

     

    Wie ist der Rebberg entstanden

    Nach unserem Entscheid einen kleinen Rebberg von ca. 6 Aren zu erstellen mussten viele Fragen beantwortet werden:

    – Baugesuch
    – Bodenbeschaffenheit
    – Art der Terrassierung
    – Begrünung
    – Sortenwahl
    – Art und Material des Drahtbaus, Netze und Hagelschutz

     

    Zahlreiche Personen und Firmen haben uns bei der Beantwortung dieser Fragen und bei der Realisierung unterstützt:

    – Matteo Bernasconi, Rebbaukommissär des Kantons Tessin
    – Fiorenzo Mottini, zuständiger Förster
    – Daniel Müller, Architekt
    – Ernst Gasser, Terrassierung
    – Claudio Niggli (ehemals Delinat-Institut), Begrünung und Versuch Terra Preta Bokashi
    – EM-Verein Schweiz
    – Istituto Agrario Cantonale Mezzana (Setzlinge)
    – Roberto Schick (Drahtbau)
    – Andrin Schifferli, ZHAW Wädenswil
    – Netzteam, Oberkirch
    – Unser Pflanzteam: Werner, Catherine, Peter, Elsbeth
    – Hahn und Zimmermann, Grafik und Visualistion

     

    Rebberg «Nach der Terrassierung: noch wenig Ordnung, jedoch bereit für die Rebsetzlinge im Frühjahr.»

     

    Rebberg

    Die Einsaat einer Winterbegrünung bringt Farbe in den Weinberg.

     

    Rebberg Rebberg «Die grossen Vorbereitungen: Löcher graben, Terra Preta vorbereiten.»

     

    Rebberg

    Der frisch bepflanzte Rebberg.